12. Juli 2024
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Neue Lösung in Eberswalde

Vorübergehende Schließung des Standesamtes

Die Situation des Standesamtes in Eberswalde bereitet der Stadtverwaltung nach wie vor große Sorgen. Es gibt nun eine neue Entwicklung in diesem Fall: Können Paare weiterhin in der Märchenvilla heiraten?

Seit Monaten kämpft das Standesamt in Eberswalde mit erheblichen Problemen. Ein Mangel an Personal aufgrund von Krankmeldungen und die kurzfristige Abwesenheit der Sachgebietsleiterin sind deutliche Anzeichen für die Krise, die das Amt durchlebt. Jetzt gibt es eine entscheidende Veränderung.

Ab Dienstag, dem 17. Oktober, werden vorübergehend keine standesamtlichen Dienstleistungen mehr in der Märchenvilla in der Brunnenstraße angeboten. Die Stadtverwaltung teilte in einer Pressemitteilung am Montag, dem 16. Oktober, mit, dass die personelle Situation nach wie vor äußerst angespannt ist. Aus diesem Grund werden die Standesamtsdienstleistungen vorübergehend im Rathaus von Eberswalde angeboten.

Personalmangel erfordert Kooperationen

Aufgrund des anhaltenden Personalmangels in den letzten Monaten wurden mehrere Kooperationen mit anderen Standesämtern eingegangen. Die Zusammenarbeit erfolgt mit den Standesämtern in Bernau, Garz, Biesenthal und auch Angermünde ist ein Kooperationspartner. Im August führte beispielsweise eine Standesbeamtin aus Angermünde Trauungen in Eberswalde durch.

Menschen, die Geburts- oder Sterbeurkunden benötigen, müssen derzeit Geduld aufbringen, da die Bearbeitung länger dauern kann. Auch für die Bestatter in Eberswalde bedeutet diese Situation einen erheblichen Mehraufwand. Die Pressemitteilung der Stadt erklärt, dass durch die vorübergehende Verlegung des Standesamtes in die Räumlichkeiten des Rathauses die städtische Infrastruktur des Bürgeramtes, dem das Standesamt formell angegliedert ist, “effektiver genutzt wird, wodurch der Service für die Bevölkerung erleichtert werden kann.”

Bürger können einen Beitrag leisten

Die Stadtverwaltung richtet eine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger von Eberswalde. “Gleichzeitig werden alle Bürgerinnen und Bürger um Geduld bei der Bearbeitung ihrer Anträge gebeten. Es wird auch darum gebeten, von Rückfragen zum aktuellen Bearbeitungsstand in Form von persönlichen Besuchen oder telefonischen Anfragen, soweit möglich, abzusehen, um die Bearbeitungsdauer nicht unnötig zu verlängern”, heißt es in der Pressemitteilung.

Die telefonische Erreichbarkeit unter den bekannten Telefonnummern und der E-Mail-Adresse des Standesamtes soll weiterhin gewährleistet sein. Trauungen werden nach wie vor in der Märchenvilla stattfinden können.

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